# Fragen im Vorstellungsgespräch für Elektroniker

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Im Gespräch für eine Stelle als Elektroniker prüfen Meister und Betriebsleitung vor allem Sicherheit und Praxis. Rechnen Sie mit Fragen zu den fünf Sicherheitsregeln, zu Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 und VDE, zur Fehlersuche und dazu, welche Anlagen Sie selbstständig betreuen.

## 8 Fragen mit Beispielantworten

1. ### Nennen Sie die fünf Sicherheitsregeln.
   Beispielantwort
   Erstens freischalten, zweitens gegen Wiedereinschalten sichern, drittens Spannungsfreiheit allpolig feststellen, viertens erden und kurzschließen, fünftens benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken. Die Reihenfolge halte ich immer ein, auch bei kleinen Arbeiten.
   Was der Personaler prüft: Grundlage jeder Arbeit an elektrischen Anlagen. Unsicherheit hier ist ein Ausschlusskriterium.
2. ### Welche Erfahrung haben Sie mit Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3?
   Beispielantwort
   Ich prüfe seit vier Jahren ortsveränderliche Geräte nach VDE 0701-0702 und ortsfeste Anlagen nach VDE 0105-100, mit Messgeräten von Benning und Gossen Metrawatt. Ich dokumentiere die Messwerte in der Prüfsoftware und kennzeichne die Geräte mit Prüfplaketten.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie Prüfaufträge selbstständig übernehmen können, ein wichtiges Geschäftsfeld vieler Betriebe.
3. ### Wie gehen Sie bei der Fehlersuche in einer Anlage vor?
   Beispielantwort
   Ich frage zuerst, was genau passiert ist und seit wann, und schaue mir Schaltplan und Fehlermeldungen an. Dann grenze ich systematisch ein: Spannungsversorgung, Sicherungen, Schutzeinrichtungen, dann die einzelnen Stromkreise. Ich tausche keine Teile auf Verdacht, sondern messe, bevor ich etwas ersetze.
   Was der Personaler prüft: Systematik statt Probieren. Gute Fehlersuche spart dem Kunden Zeit und Geld.
4. ### Welche Anlagen haben Sie bisher installiert?
   Beispielantwort
   Nach meiner Ausbildung im Handwerk habe ich in Wohn- und Gewerbebauten Unterverteilungen gesetzt, Leitungen verlegt und KNX-Systeme in Betrieb genommen. Im letzten Jahr kamen PV-Anlagen mit Speicher und Wallboxen dazu, inklusive Anmeldung beim Netzbetreiber.
   Was der Personaler prüft: Ob Ihr Erfahrungsbereich zu den Aufträgen des Betriebs passt, etwa Gebäudetechnik oder Industrie.
5. ### Was tun Sie, wenn ein Kunde eine Abkürzung verlangt, die gegen die Norm verstößt?
   Beispielantwort
   Ich erkläre ruhig, warum das nicht geht, zum Beispiel ein fehlender FI-Schutzschalter, und welche Gefahr damit verbunden ist. Gegen die VDE-Normen arbeite ich nicht, auch wenn der Kunde Druck macht. Wenn nötig, kläre ich das mit dem Meister.
   Was der Personaler prüft: Verantwortungsbewusstsein. Der Betrieb haftet für jede Installation.
6. ### Wie arbeiten Sie beim Kunden vor Ort?
   Beispielantwort
   Ich komme pünktlich, lege Schutzfolie aus und erkläre kurz, was ich mache und wie lange es dauert. Nach der Arbeit räume ich auf und zeige dem Kunden das Ergebnis. Den Arbeitsbericht fülle ich direkt vor Ort aus, damit die Rechnung stimmt.
   Was der Personaler prüft: Kundenkontakt und Sorgfalt, die im Handwerk über Folgeaufträge entscheiden.
7. ### Welche Steuerungen und Programme kennen Sie?
   Beispielantwort
   Ich habe Erfahrung mit Siemens S7 im TIA Portal, vor allem für Fehlersuche und kleine Änderungen an bestehenden Programmen. Für Gebäudeautomation nutze ich die ETS für KNX. Eine komplette Programmierung von Grund auf würde ich gern weiter vertiefen.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie in Industrie oder Automatisierung einsetzbar sind und Ihre Grenzen ehrlich benennen.
8. ### Sind Sie bereit zu Bereitschaftsdienst und Montage?
   Beispielantwort
   Bereitschaft an einzelnen Wochenenden im Monat ist für mich in Ordnung, wenn sie fair verteilt und vergütet wird. Montage mit Übernachtung kann ich für einige Wochen im Jahr übernehmen. Einen Führerschein der Klasse B habe ich.
   Was der Personaler prüft: Verfügbarkeit für Störungsdienste und auswärtige Baustellen.

## So bereiten Sie sich vor

- Frischen Sie die fünf Sicherheitsregeln, VDE 0100 und die Prüffristen nach DGUV V3 auf.
- Bereiten Sie zwei Projekte vor, an denen Sie gezeigt haben, was Sie selbstständig können.
- Bringen Sie Gesellenbrief, Zeugnisse und Nachweise zu Weiterbildungen mit, etwa zur Elektrofachkraft für Prüfungen.

## Diese Fragen können Sie stellen

- Welche Art von Aufträgen überwiegt: Neubau, Sanierung, Industrie oder Prüfungen?
- Wie sind Bereitschaft und Überstunden geregelt und vergütet?
- Gibt es die Möglichkeit, den Meister oder eine Weiterbildung zu machen?
