# Fragen im Vorstellungsgespräch für Berufskraftfahrer

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Im Gespräch für eine Stelle als Berufskraftfahrer prüft der Disponent vor allem, ob Ihre Papiere stimmen und ob Sie sicher und zuverlässig fahren. Rechnen Sie mit Fragen zu Führerschein C oder CE, Fahrerkarte, Modul 95, Lenk- und Ruhezeiten und Ladungssicherung.

## 8 Fragen mit Beispielantworten

1. ### Welche Führerscheinklassen und Nachweise haben Sie?
   Beispielantwort
   Ich habe die Klasse CE, die Fahrerkarte und die Schlüsselzahl 95 im Führerschein. Die Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz mit 35 Stunden habe ich im letzten Jahr abgeschlossen, sie gilt also noch vier Jahre. Dazu habe ich den ADR-Schein für Stückgut.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie sofort fahren dürfen. Ohne gültige Schlüsselzahl 95 und Fahrerkarte geht es nicht.
2. ### Welche Lenk- und Ruhezeiten müssen Sie einhalten?
   Beispielantwort
   Nach höchstens 4,5 Stunden Lenkzeit sind 45 Minuten Pause fällig, die man auch in 15 und 30 Minuten teilen kann. Die tägliche Lenkzeit liegt bei 9 Stunden, zweimal pro Woche bei 10. In der Woche sind es maximal 56 Stunden, in zwei Wochen 90. Die tägliche Ruhezeit beträgt 11 Stunden, dreimal zwischen zwei Wochenruhezeiten darf sie auf 9 verkürzt werden.
   Was der Personaler prüft: Sicheres Wissen über die EU-Sozialvorschriften. Verstöße kosten Fahrer und Unternehmen Bußgelder.
3. ### Wie sichern Sie Ihre Ladung?
   Beispielantwort
   Ich prüfe vor der Abfahrt, ob die Ladung formschlüssig steht, und sichere sie mit Spanngurten, Antirutschmatten und bei Bedarf Sperrbalken. Die Zahl der Gurte richte ich nach Gewicht und Art der Ladung. Wenn die Verladung beim Kunden nicht sicher ist, fahre ich nicht los, bis sie korrigiert ist.
   Was der Personaler prüft: Verantwortungsbewusstsein. Der Fahrer haftet mit für die Ladungssicherung.
4. ### Welche Touren sind Sie bisher gefahren?
   Beispielantwort
   Die letzten vier Jahre bin ich im Nahverkehr rund um Stuttgart Stückgut gefahren, mit 15 bis 20 Abladestellen pro Tag. Davor zwei Jahre Fernverkehr nach Frankreich und Benelux mit Planensattel. Ich kenne also beides und kann mich auf die Tourenart einstellen.
   Was der Personaler prüft: Ob Ihre Erfahrung zur Tour passt: Nahverkehr, Fernverkehr, Kühlung oder Gefahrgut.
5. ### Was machen Sie bei einer Panne auf der Autobahn?
   Beispielantwort
   Warnblinker an, so weit wie möglich rechts auf den Seitenstreifen, Warnweste anziehen und das Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen. Dann rufe ich die Disposition und den Pannendienst an und warte hinter der Leitplanke. Den Kunden informiert die Disposition über die Verspätung.
   Was der Personaler prüft: Ruhe und richtige Reihenfolge in einer Situation, die schnell gefährlich werden kann.
6. ### Wie gehen Sie mit Verspätungen durch Stau um?
   Beispielantwort
   Ich melde mich früh bei der Disposition, sobald ich sehe, dass ein Zeitfenster nicht zu halten ist. Lenkzeiten überschreite ich dafür nicht. Mit einer frühen Meldung kann die Disposition den Kunden informieren oder die Tour umplanen.
   Was der Personaler prüft: Kommunikation mit der Disposition und ob Sie Termindruck nicht auf Kosten der Sicherheit lösen.
7. ### Wie gehen Sie mit dem Fahrzeug um?
   Beispielantwort
   Vor jeder Fahrt mache ich die Abfahrtskontrolle: Reifen, Licht, Bremsen, Flüssigkeiten. Schäden trage ich ins Fahrzeugbuch ein und melde sie sofort. Ich fahre vorausschauend, das spart Diesel und schont Bremsen und Reifen.
   Was der Personaler prüft: Sorgfalt mit dem Fahrzeug, das für das Unternehmen viel Geld kostet.
8. ### Wie viele Punkte haben Sie in Flensburg?
   Beispielantwort
   Ich habe keine Punkte im Fahreignungsregister. Auf Wunsch bringe ich gern einen aktuellen Auszug mit, den kann man beim Kraftfahrt-Bundesamt kostenlos online beantragen.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie sicher fahren. Viele Arbeitgeber und Versicherungen achten auf den Punktestand.

## So bereiten Sie sich vor

- Bringen Sie Führerschein, Fahrerkarte, Nachweis der Weiterbildung (Modul 95) und gegebenenfalls ADR-Schein mit.
- Fragen Sie sich ehrlich, ob Sie Nahverkehr, Fernverkehr oder Wochenendheimfahrten wollen.
- Frischen Sie Lenk- und Ruhezeiten und den Umgang mit dem digitalen Tachografen auf.

## Diese Fragen können Sie stellen

- Welche Touren und welches Fahrzeug würde ich fahren?
- Wie oft bin ich über Nacht unterwegs und wann bin ich am Wochenende zu Hause?
- Übernehmen Sie die Kosten der nächsten Modul-95-Weiterbildung?
