# Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz: Fragen

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Im Gespräch für einen Ausbildungsplatz erwartet niemand Berufserfahrung. Ausbilder wollen wissen, warum Sie genau diesen Beruf lernen möchten, ob Sie sich über den Betrieb informiert haben und ob Sie zuverlässig sind. Ehrliche, vorbereitete Antworten mit Beispielen aus Schule, Praktikum oder Freizeit überzeugen am meisten.

## 8 Fragen mit Beispielantworten

1. ### Warum haben Sie sich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
   Beispielantwort
   Bei meinem Schulpraktikum in einem Autohaus habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit an Fahrzeugen und die Fehlersuche richtig Spaß machen. Ich schraube schon lange am eigenen Roller. Deshalb möchte ich eine Ausbildung in der Kfz-Mechatronik machen, mit Schwerpunkt auf Elektromobilität.
   Was der Personaler prüft: Ob die Berufswahl überlegt ist oder zufällig. Ein konkretes Erlebnis überzeugt mehr als "Ich arbeite gern mit Menschen".
2. ### Was wissen Sie über unseren Betrieb?
   Beispielantwort
   Sie sind ein Familienbetrieb mit rund 80 Mitarbeitenden und bilden jedes Jahr in drei Berufen aus. Auf Ihrer Website habe ich gelesen, dass Ihre Auszubildenden ein eigenes Projekt im zweiten Lehrjahr übernehmen. Das finde ich spannend, weil man so früh Verantwortung bekommt.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie sich vorbereitet haben. Wer nichts über den Betrieb weiß, wirkt wie eine Massenbewerbung.
3. ### Wie sind Ihre Noten, und warum ist die Note in Mathe nur ausreichend?
   Beispielantwort
   In Deutsch und Englisch habe ich eine Zwei, in Mathe im Halbjahr eine Vier. In Mathe hatte ich Lücken aus der siebten Klasse, deshalb nehme ich seit drei Monaten Nachhilfe und habe in der letzten Arbeit eine Drei geschrieben. Ich weiß, dass ich Mathe in der Ausbildung brauche.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie ehrlich mit Schwächen umgehen und etwas dagegen tun. Ausreden wirken schlechter als eine mittelmäßige Note.
4. ### Haben Sie schon ein Praktikum gemacht?
   Beispielantwort
   Ja, zwei Wochen im Schulpraktikum in einer Werkstatt und eine Woche in den Ferien bei einem Elektrobetrieb. Dort durfte ich bei Kundenaufträgen helfen, Kabel vorbereiten und Material sortieren. Ich habe gelernt, dass man im Handwerk früh anfängt und pünktlich sein muss.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie den Arbeitsalltag schon kennen und was Sie daraus mitgenommen haben.
5. ### Wie stellen Sie sich die Zeit in der Berufsschule vor?
   Beispielantwort
   In der dualen Ausbildung lerne ich die Theorie in der Berufsschule und die Praxis im Betrieb. Ich weiß, dass die Berufsschule ernst genommen werden muss, weil sie Teil der Abschlussprüfung ist. Ich plane, nach Blockunterricht den Stoff zu Hause nachzuarbeiten.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie das duale System verstehen und die Schule nicht unterschätzen.
6. ### Warum eine Ausbildung und kein Duales Studium oder Studium?
   Beispielantwort
   Ich lerne am besten, wenn ich etwas praktisch mache und das Ergebnis sehe. Nach der Ausbildung kann ich mit Berufserfahrung eine Technikerweiterbildung machen oder später noch studieren. Ein Duales Studium wäre mir im Moment zu theoretisch.
   Was der Personaler prüft: Ob Sie Ihren Weg bewusst gewählt haben und eine Perspektive nach der Ausbildung sehen.
7. ### Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
   Beispielantwort
   Ich spiele seit acht Jahren Handball im Verein und trainiere seit letztem Jahr eine Jugendmannschaft mit. Dafür muss ich jeden Dienstag pünktlich in der Halle sein und mich auf die Kinder einstellen. Außerdem repariere ich gern Fahrräder für Freunde und Familie.
   Was der Personaler prüft: Teamfähigkeit, Verantwortung und Interessen, die zum Beruf passen. Ein Hobby mit Verpflichtung zeigt Zuverlässigkeit.
8. ### Wie gehen Sie mit Kritik von Ihrem Ausbilder um?
   Beispielantwort
   Ich höre zu und frage nach, wenn ich nicht verstehe, was ich anders machen soll. Am Anfang einer Ausbildung macht man Fehler, dafür ist sie da. Wichtig ist, dass ich denselben Fehler nicht zweimal mache, deshalb schreibe ich mir neue Arbeitsschritte auf.
   Was der Personaler prüft: Lernbereitschaft und Umgang mit Rückmeldungen, die in der Ausbildung täglich vorkommen.

## So bereiten Sie sich vor

- Informieren Sie sich über den Betrieb, seine Produkte und die Ausbildungsinhalte des Berufs.
- Bereiten Sie eine kurze Selbstvorstellung mit Schule, Praktikum und Hobbys vor.
- Rechnen Sie mit einem Einstellungstest, etwa in Mathe, Deutsch und Allgemeinwissen.
- Wissen Sie, dass die Probezeit in der Ausbildung zwischen einem und vier Monaten dauert.

## Diese Fragen können Sie stellen

- Wer ist mein Ausbilder und wie läuft das erste Lehrjahr ab?
- Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung in den einzelnen Lehrjahren?
- Wie viele Auszubildende wurden in den letzten Jahren übernommen?
